Handel, Logistik und interne Informationen – Überblick
Marktinformationen Rohstoffe
Stahl
Das Jahr 2025 im Bereich Stahlschrott war geprägt von einer gedämpften Nachfrage der Stahlwerke. Ursachen unter anderem waren die schwache industrielle Aktivität, hohe Energiekosten sowie ein dauerhaft hohes Angebot an Schrott und günstigem Primärstahl. In der Schweiz kämpft der Schrottabsatz aufgrund schwacher Nachfrage mit grossen Herausforderungen, was den Absatz verlagert und zusätzliche logistische Herausforderungen verursacht.
Gegen Ende des Jahres konnten zwar Preiserhöhungen bei den Stahlwerken beobachtet werden, die Nachfrage nach Schrott blieb jedoch verhalten. Für die kommenden Monate wird derzeit von leicht volatilen Preisen ausgegangen. Für eine nachhaltige Trendwende im Jahr 2026 wäre jedoch eine deutlich stärkere politische Unterstützung notwendig – sowohl in der Schweiz als auch in Deutschland. Positiv zu werten sind verbesserte Konjunkturprognosen für den Bausektor: Für 2026 werden erstmals wieder Wachstumssignale und ein besseres Geschäftsklima erwartet.
Aluminium
Die Auftragslage bei den Aluminiumwerken in Europa blieb 2025 insgesamt stagnierend. Die angespannte Konjunktur, hohe Energiekosten sowie internationale Zollstreitigkeiten stellten den Markt vor erhebliche Herausforderungen.
Langfristig bleibt Aluminium jedoch ein zentraler Werkstoff für wichtige Zukunftstrends wie Elektromobilität, Leichtbau im Automobilsektor sowie den Ausbau erneuerbarer Energien. Entsprechend zeigten sich die Börsenpreise in den letzten Monaten wieder deutlich fester.
Edelstahl/Nickel
Die Edelstahlwerke haben ihre Preise im Verlauf des Jahres mehrfach reduziert. Die Nickelvergütung ist rückläufig, unter anderem aufgrund hoher Importe günstiger Brammen aus Indonesien. Zusätzlich wird Neumaterial aus Fernost vermehrt zu tiefen Preisen in Europa angeboten.
Der Nickelpreis ist zuletzt zwar stark angestiegen, dies dürfte sich aufgrund der aktuellen Marktbedingungen jedoch nur begrenzt auf die Schrottpreise auswirken.
Kupfer
Der Kupferpreis ist im Verlauf des Jahres 2025 kontinuierlich gestiegen und notiert aktuell auf historischem Höchstniveau. Treiber dieser Entwicklung waren unter anderem Produktionsunterbrüche in wichtigen Förderländern, geopolitische Spannungen sowie handelspolitische Unsicherheiten.
Kupfer nimmt aufgrund seiner Schlüsselrolle bei der Energiewende, der Elektromobilität und dem Ausbau von Rechenzentren eine zentrale Stellung unter den kritischen Rohstoffen ein.
Kunststoffe
Die schwache Nachfrage stellt das Hauptproblem im Kunststoffrecycling dar. Dies hat zu einem Rückgang der Marktpreise geführt, und Zuzahlungen sind mittlerweile zur Norm geworden. Die Prognosen für das kommende Jahr sind eher pessimistisch.
Karton / Papier
Die Nachfrage der Kartonwerke blieb 2025 trotz herausfordernder europäischer Marktlage insgesamt stabil. Konjunkturbedingt fiel weniger Kartonabfall aus dem Gewerbe an, weshalb die Werke zum Jahresende gezielt Material zur Sicherstellung der Produktion zu Beginn 2026 gesucht haben.
Im Bereich Papier (Deinking) ist die Situation hingegen angespannt. Die schwache Nachfrage nach grafischem Papier führt zu einem Überangebot, fallenden Preisen und teilweise zu Annahmestopps. Eine kurzfristige Erholung ist derzeit nicht absehbar.
Altglas
Der europäische Markt für Glasverpackungen bleibt herausfordernd. Produktionsstilllegungen bei gleichzeitigem Überangebot belasten Absatz und Preise spürbar. Die Nachfrage nach farbgemischtem Glas ist gering und übersteigt bei weitem das Angebot der Anfallstellen.
Logistik – wichtige Änderungen und Auswirkungen

LSVA für E-Lastwagen
Der Bundesrat hat entschieden, die Einführung der leistungsabhängigen Schwerverkehrsabgabe (LSVA) für E-Lastwagen vorzuziehen. Die Abgabe soll neu bereits ab 2029 statt – wie ursprünglich geplant ab 2031 – erhoben werden. Diese Anpassung erschwert die langfristige Planbarkeit von Investitionen und Betriebskosten. siehe SRF-Bericht.
Revision der Gütertransportverordnung
Die Totalrevision der Gütertransportverordnung wurde erst im November 2025 verabschiedet und ist bereits am 1. Januar 2026 in Kraft getreten. Die neuen Vorgaben betreffen sowohl den nationalen als auch den internationalen Schienengüterverkehr und haben Auswirkungen auf unsere Verarbeitung- und Kalkulationsgrundlagen.
Kostenentwicklung und Energiezuschlag
Gemäss ASTAG-Strassenkostenindex wird ab dem 1. Januar 2026 eine Teuerung gegenüber den Vorjahren berechnet. Die Treibstoffkosten sind ein weiterer wesentlicher Bestandteil unserer Selbstkosten. Ab dem 1. Januar 2026 werden wir Ihnen daher die Entwicklung der Dieselpreise als Energiezuschlag als separate Position auf unseren Rechnungen ausweisen.
Interne Informationen
Umstellung auf E-Rechnungen
Per 01.03.2026 stellen wir in der Debitoren- und Kreditorenbuchhaltung auf E-Rechnungen um. Damit reduzieren wir den administrativen Aufwand und leisten einen Beitrag zum Umweltschutz. Für Papierrechnungen ab 01.03.2026 werden wir künftig einen Unkostenbeitrag von CHF 5.00 erheben.
VeVa-Begleitscheine
Ab dem 1. Januar 2026 beträgt der Preis für VeVa-Begleitscheine CHF 25.00 pro Code (exkl. MwSt.). Die Anpassung trägt den gestiegenen Betriebskosten Rechnung und sichert die gewohnte Qualität unserer Dienstleistungen.
ELREC:connect – digitales Abfallmanagement

Das Kundenportal ELREC:connect wurde direkt bei ELREC entwickelt – von unseren Recycling- und Entsorgungsexperten, die die täglichen Herausforderungen der Branche genau kennen. Daraus ist eine Plattform entstanden, die Ihre Prozesse effizienter macht und Ihre Nachhaltigkeit sichtbar stärkt.
Ihre Vorteile auf einen Blick:
- Detaillierte Statistiken & Analysen für fundierte Entscheidungen
- Optimierung von Abfallströmen durch smarte Datenverwaltung
- Digitale Prozesse für eine nachhaltige Kreislaufwirtschaft
- CO₂ im Fokus: Detaillierte CO₂-Analysen und Kostenoptimierung für mehr Transparenz und Nachhaltigkeit

